| Wollen Menschen Kinder bekommen oder nicht bekommen, so ist ein Bezug auf ihre geschlechtsspezifischen biologischen Eigenschaften notwendig. Sexualität dagegen ist eine spezifisch gesellschaftlich geprägte Sache. Und um letztere soll es auf unserem Seminar gehen: Um die Sexualität in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft, um romantische Liebe, „Frigidität“, Ehe, Orgien, Haushalt, „Perversionen“, Lohnarbeit, Affären, Pornos, das Strafgesetzbuch und wie um diesen ganzen Bereich eine geschweifte Klammer gesetzt ist, welche sie zur „Sexualität“ zusammenfasst. Eine Sphäre, in der das bürgerliche Individuum eine Identität sucht und vielleicht findet, in der Autonomie und Freiheit staatlich garantiert und reglementiert werden und der trotz rasanten Wandels immer noch eine Aura des Ursprünglich-Natürlichen anhaftet. Und deren Praxis sich auch in ihren liberalsten Formen sexistisch reproduziert. Wer mit uns darüber diskutieren möchte, warum Menschen unter kapitalistischen Produktionsbedingungen eine solche Sphäre der Sexualität zur Bestätigung der eigenen Autonomie brauchen, wo die Grenzen zwischen “Normalität” und “Perversion” gesetzt werden und was sie bedeuten, wieso Sexualität und Gewalt so oft verknüpft sind, ob Heterosexuell-Monogame die herrschenden Verhältnisse affirmieren oder ob eine kritische Sexualität möglich ist, soll sich unter junge-linke.org anmelden. Anmeldung: junge-linke.org Ort: im 1/4 Zeiten: Sa ab 14:00, So 11-17:00 Essen/Trinken: Kleinere Snacks und Getränke stellen wir, am Sonntag gibt es ein Frühstück. Kosten: 5EUR |