Kolonialsensibler Hafenrundgang/ Colonialism-sensitive Port Tour

Wo:Schwankhalle
Wann:19.01.20 um 12:00 Uhr
Was:Sonstiges
Kurz:Treffpunkt Haltestelle Meeting Point tram stop Überseetor

12 – 14 Uhr

KOSTENLOS/FREEADMISSION
Keine Anmeldung erforderlich/
No Registration needed

Die heutige Bremer Überseestadt liegt auf dem Gebiet der ehemaligen stadtbremischen Häfen und trägt viele Spuren, die auf den deutschen Kolonialismus und den Überseehandel verweisen. Bei diesem Rundgang geht es um den Handel mit Kolonialwaren, wie Kaffee, Tabak, Bananen und Baumwolle, für deren Anbau Menschen in Afrika und den Amerikas versklavt, zur Arbeit gezwungen oder in Lohnabhängikeit gedrängt wurden. Für die bremischen Kaufleute war dies ein profitables Geschäft und einige der Unternehmen aus der Kolonialzeit sind bis heute tätig. Entlang der baulichen Strukturen der Überseestadt und zwischen symbolisch aufgeladenen Orten, lädt der Rundgang Teilnehmer*innen dazu ein, kritische Fragen über das Verhältnis von Handelsgeschichte und Hafenbau, Stadtpolitik und Kolonialismus zu stellen: Was haben Naturbeherrschung und der Bau von Hafeninfrastrukturen mit dem kolonialen Projekt zu tun?

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SUN Jan. 19 / 12 a.m.–2 p.m.

Today’s Überseestadt in Bremen lies in the area of the former municipal ports of Bremen and bears manytraces of German colonialism and overseas trade. This guided tour is concerned with the trade of colonialgoods such as coffee, tobacco, bananas, and cotton, for whose cultivation people in Africa and the Americaswere enslaved, forced to work or pressed to wage dependency. This was a profitable business for theBremer merchants, and some of the enterprises from colonial times are still active today. Along structuresof the Überseestadt and between symbolically charged sites, the guided tour invites the participants toraise critical questions as to the relationship between the history of trade and the port construction, betweencity politics and colonialism: What do the domination of nature and the construction of port infrastructureshave to do with the colonial project?Free of charge, no registration required

Veranstaltet in Kooperation mit dem Arbeitskreis Hafen