Das Phantasma vom Gender-Wahn

Wo: ganz woanders!
 Oldenburg
Wann:30.11.17 um 18:00 Uhr
Was:Vortrag
Kurz:antifeministische Verschwörungsideolog

Ob Staatsfeminismus, Frühsexualisierung von Kindern oder die angebliche Subventionierung der „Homo-Lobby“, all dies führt in den Augen von AntifeministInnen1 dazu, an die geplante Vernichtung des Männlichen zu glauben und sich in ihrer Existenz bedroht zu fühlen. Antifeminismus und Heterosexismus kann neben Rassismus als thematisch wichtigste Klammer definiert werden, die extrem Rechte bis Konservative miteinander verbindet. Das Phantasma von der gefährdeten weiß-deutschen Heterofamilie taugt zu einer spektrenübergreifenden Mobilisierung. Familie ist hier natürlich nicht gleich Familie. So stellt es zum Beispiel für die Zivile Koalition scheinbar keinen Widerspruch dar, den Schutz der Familie einerseits zum höchsten Gut zu erheben und andererseits gemeinsam mit der offen rechten Freien Welt für die Petition Familiennachzug stoppen! zu werben.

Wir wollen einen Blick auf verschwörungstheoretische Elemente in antifeministischen Diskursen der sogenannten Neuen Rechten werfen, deutlich machen, wie sie über diese Themen eine Vernetzung zum Beispiel mit christlich-fundamentalistischen AbtreibungsgegnerInnnen schaffen und über welche Publikationen und Plattformen sie ihre Ideologien verbreiten und welche personellen und inhaltlichen Überschneidungen diese Gruppierungen aufweisen. Außerdem wollen wir uns damit beschäftigen, wie Strategien gegen antifeministische Bündnisse aussehen können.

[1] Da innerhalb antifeministischer oder auch christlich-fundamentalistischer und rechter Ideologien kein Platz für mehr als zwei Geschlechter ist, verwenden wir für ihre AnhängerInnen das Binnen-I

Der Vortrag findet im Gebäude A11 im Hörsaal B der Uni Oldenburg statt und ist offen für all_no gender

http://www.femref.uni-oldenburg.de/programm/antifeministischeverschwoerungsideologien/