(Un-)Bequemes Gedenken

Wo:Buchte
Wann:01.12.17 um 19:00 Uhr
Was:Vortrag
Kurz:Über Stolpersteine, Schuldabwehr und deutschen Umgang mit der Shoah. ein Vortrag von Dora Streibl.

Ob das Verbot der „Stolpersteine“ in München, das Stelenfeld in Berlin oder das Planschbecken in Freiburg – über das öffentliche Gedenken an die Ermordung der europäischen Jüdinnen_Juden kann und sollte man sich streiten.
Insbesondere in einer deutschen Gesellschaft, die ihre Vergangenheit kaum bearbeiten wollte und in der Antisemitismus nach wie vor über alle sozialen Gruppen hinweg zu finden ist, gilt es Motivationen und Hintergründe zu hinterfragen. Während Betroffene öfter mal außen vor gelassen werden, schreibt sich Deutschland den Titel „Erinnerungsweltmeister“ auf die Fahne und im Bundestag sitzt mit der AfD nun eine Partei, die bitte nur noch an positive Seiten deutscher Geschichte erinnern möchte.
Ausgehend von einem einführenden Überblick über deutsche „Aufarbeitung“ und Antisemitismus nach 1945, wollen wir in diesem Workshop gemeinsam über Gedenkkultur, Geschichtsrevisionismus und Gegenmaßnahmen diskutieren.

der Abend ist eine Veranstaltung im Rahmen der Bremer Aktionswochen gegen Antisemitismus. aktuelle Informationen findet ihr auch unter https://aktionswochenantisemitismushb.wordpress.com/ oder https://www.facebook.com/antisemitismuswochenhb/