Let's talk about Police brutality!

Wo: Ziegenmarkt
Wann:15.03.18 um 17:30 Uhr
Was:Kundgebung
Kurz:

Laye-Alama Condé! Oury Jalloh! Familie ?im?ek! Familie Özüdogru! Familie Tasköprü! Familie Kilic! Familie Turgut! Familie Yasar! Familie Boulgarides! Familie Kubasik! Familie Yozgat! Micheal Brown! Yaya Jabbi! Eric Garner! Kevin Brame!

Diese traurige Liste lässt sich unendlich erweitern. So viele Menschen sind in Polizeigewahrsam misshandelt, ermordet und getötet worden. So viele Menschen, die von gewaltsamen Übergriffen der Polizei betroffen waren und sind. So viele Menschen, die der Schikane und der Diskriminierung durch die Polizei ausgesetzt sind. Menschen mit (vermeintlichem) Migrationshintergrund, prekär lebende und obdachlose Menschen, Sexarbeiter*innen, Menschen jenseits der Gendernorm, linke Aktivist*innen und Menschen die für krank erklärt werden. Sie sind in den Augen der Polizei “anders” und werden kriminalisiert.

Wenn Personen in Polizeigewahrsam ermordet oder getötet werden, werden die Umstände selten aufgeklärt. Im Falle der vom so genannten NSU Ermordeten wurden deren Familienangehörige zu Täter*innen gemacht und damit die zunehmende rassistische Stimmung in der Gesellschaft geschürt. Es ist diese Gewalt, es ist der Umgang mit den NSU-Morden, dem Mord an Oury Jahlloh oder Laye-Alama Condé und vielen anderen, die uns wütend machen. Diese menschenverachtenden Praktiken sind nicht nur institutionell in der Polizei angelegt, sondern ein gesamtgesellschaftliches Problem. PolizistInnen genießen Staatsmacht, decken sich gegenseitig und die Gesellschaft schaut weg.

Die gegenwärtige Entwicklung von Repression und Polizeigewalt gegenüber marginalisierten Menschen sowie emanzipatorischen Projekten, linken Aktivist*innen und linken Medien zeigt sich in brutalen Polizeiangriffen oder durch Razzien und juristischem Vorgehen gegen Personen oder Gruppen. Darüber hinaus werden rechtsextreme Gruppen und neue Rechte Bewegungen in Deutschland von der Polizei und dem Verfassungsschutz aufgebaut und gedeckt. Dem öffentlichen Agieren und Verbalisieren von rechtsextremen Ideologien wird außerdem durch den massiven Polizeischutz wie bspw. bei AfD-Veranstaltungen der Weg bereitet. Wir müssen Polizeigewalt sichtbar machen, die Systematik im Vorgehen von Polizei und Justiz offen legen und die Position der Betroffenen stärken!

Im Rahmen des Internationalen Tags gegen Polizeigewalt am 15.03.2018 haben wir ein Bündnis ins Leben gerufen und laden euch zu unserer Veranstaltungsreihe von Februar bis Mai 2018 ein. Am Donnerstag den 15.03. wollen wir gemeinsam gegen jegliche Form von Repression und Polizeigewalt auf die Straße gehen! Der 15.03. ist seit 21 Jahren der Internationale Tag gegen Polizeigewalt. Dieser wurde 1997 auf Initiative des C.O.B.P. (Collectif Opposé à la Brutalité Policière) aus Montréal und der anarchistischen Gruppe “Black Flag” aus der Schweiz initiiert. Seitdem gehen am 15. März jährlich weltweit Menschen auf die Straße, um von der Polizei misshandelten und getöteten Menschen zu gedenken und sich gegen Polizeigewalt zu wehren. Seid mit dabei!

Bündnis Internationaler Tag gegen Polizeigewalt Bremen