Banditi e Ribelli / Vernissage

Wo:Spedition
Wann:22.11.18 um 19:00 Uhr
Was:Ausstellung
Kurz:

Banditi e ribelli‹ erzählt die Entwicklung des Partisanenkrieges in Italien zwischen 1943 und 1945. Kurze chronologisch aufgebaute Texte des Historikers Santo Peli und mehr als 120 Fotografien dokumentieren das Leben und die Anstrengungen der jungen Frauen und Männer, die gegen den Krieg, gegen Faschismus und gegen die Greuel der deutschen Besatzung kämpften.

Die Ausstellung erzählt die Geschichte von Menschen, die sich aktiv gegen den italienischen Faschismus und gegen den deutschen Nationalsozialismus gewehrt haben. Neben der Ausstellung wird es ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, Filmen und Workshops geben. Außerdem bieten wir für schulische und außerschulische Jugendgruppen begleitete Ausstellungsbesuche an. Anmeldungen dafür sind ab sofort unter lv.bremen[at]bdp[punkt]org möglich.

Die Ausstellung findet in der großen Halle und das Begeleitprogramm in der BelleEtage statt.
Öffnungszeiten der Ausstellung: Mi-Sa 17-20 Uhr, So 15-18 Uhr

Begleitprogramm:

Do 22.11. um 19 Uhr: Vernissage

Zur Ausstellungseröffnung begrüßen wir eine*n Mitarbeiter*in von Istoreco Reggio Emilia, welche*r uns eine Einführung in die „Banditi e ribelli“ geben wird.

Die Ausstellung selber kann in der Großen Halle besichtigt werden. Im Anschluss wird in der BelleEtage die Bar geöffnet und wir laden alle herzlich dazu ein mit uns bei Musik von DJ* Ute und Getränken den Abend abzurunden.

Di 27.11. um 19 Uhr: Filmvorführung „Il Violino Di Cervarolo“

Die Geige aus Cervarolo ist eine erzählerische Dokumentation über das Massaker der deutschen Truppen im März 1944 an den Zivilist*innen in dem Im Reggianer Apennin gelegenen Dorf Cervarolo. Das Filmprojekt wurde in intensiver Zusammenarbeit mit den heutigen Bewohner*innen des Ortes und den Familienangehörigen der Opfer des Massakers verwirklicht.
OmU mit deutschen Untertiteln, 75 min

Do 29.11. 19 Uhr: Filmvorführung „Liza ruft!“

„Liza ruft!“ ist ein bewegender und politischer Dokumentarfilm über den Holocaust, den jüdischen Widerstand und die Erinnerungspolitik in Litauen und das erste Porträt einer ehemaligen jüdischen Partisanin überhaupt. Im Gespräch mit Fania Brantsovskaya, ihren Angehörigen und Weggefährt*innen schafft „Liza ruft!“ das intime und lebendige Bild einer beeindruckenden Frau, die beides ist: ein Opfer von fortwährender Verfolgung ebenso wie eine unermüdliche und streitbare Akteurin im Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit.
OmU mit deutschen Untertiteln, 113 min

Mi 5.11. 19 Uhr: Finissage und Vortrag „Frauen in der Resistenza“ mit Nadja Bennewitz

Sie haben mit der Waffe gekämpft, nahmen politische Führungspositionen ein, überbrachten als Stafetten Nachrichten und Munition, gründeten Frauen*verteidigungsgruppen und organisierten Streiks – der Widerstand italienischer Frauen* gegen Faschismus und deutsche Besatzung von 1943-45 war nicht weniger konsequent als der von Männern*. Dennoch spielte ihr Geschlecht immer wieder eine große Rolle. Bei den Umzügen durch die Städte nach ihrer Befreiung durften Frauen* nicht in den Partisanenformationen mitlaufen. Ihrer Bedeutung sind sich die Partisaninnen dennoch bis heute bewusst: „Die Arbeit der Frauen* war das Rückgrat der resistenza“, so Annita Malavasi, Kampfname „Laila“ bei einem Interview.

Nadja Bennewitz, selbstständige Historikerin mit dem Forschungs- und Vermittlungsschwerpunkt auf historischer Frauen*- und Geschlechterforschung im 20. Jahrhundert, beschäftigt sich u.a. mit Widerstandsformen, Handlungsspielräumen und (Mit-)Täterschaft von Frauen* im Faschismus.

Nach dem Vortrag Bar und gemeinsamer Ausklang.